RayPack 2.1 - Review by Ralf Baumgartner

Vor längerer Zeit setzten wir für Rollouts unserer Kunden AdminStudio und Ghost ein. Für das vorliegende Projekt suchten wir ein modernes und preislich interessantes Produkt, um die zum Teil in die Jahre gekommen Softwareprodukte neu zu Paketieren und auszurollen.

Die aktuelle Umgebung:

  • 2 ESX Server
  • 6 Microsoft 2012R2 Server
  • 110 Notebooks mit Windows 7 Enterprise X86
  • 50 Notebooks mit Windows  7 Enterprise X64
  • 70 Workstations mit Windows 7 Enterprise X86

Derzeit noch keine Softwareverteilung im Einsatz. Neue Geräte werden mit einem von drei definierten WIM Paketen gestagt. Die Pakete enthalten jeweils die für den jeweiligen Schultyp benötigte Software und vordefinierte Einstellungen.

MSI – Managed Software Installation

Managed Software Installation, kurz MSI, steht für eine Installationsmethode, die von Microsoft (MS) mit der Veröffentlichung von Office 2000 eingeführt wurde. Es handelt sich dabei um eine relationale Datenbank, in der sämtliche Anweisungen zur Installation eines Programms auf einem Windows Rechner stehen. Microsoft hat damit einen Standard für Installationsroutinen beschrieben, an den sich Softwarehersteller halten müssen.

RayPack

Bei der Evaluation sind wir Dank unseres Softwarelieferanten auf RayPack gestoßen. Nachstehend die Beschreibung des Produktes und des Unternehmens auf den Punkt gebracht:
In erster Linie zielt Raynet mit seinem neuen Ansatz auf die direkte und schnörkellose Erstellung von Softwarepaketen. Auf viel verwaltungstechnischen Overhead wird verzichtet, dafür stellt Raynet eine intuitiv bedienbare Oberfläche bereit. Auch für die Zielgruppe der Freelancer und Ein-Mann-Unternehmen haben die Paderborner einen erschwinglichen Preis im Gepäck.

Genau das war es. Wir sind zwar ein Zweimann-Unternehmen und schlagen uns NICHT täglich mit Paketierung herum. Unsere Kunden wollen einen kostengünstigen und qualitativ hochstehenden Support.
Schnörkellos war das Stichwort.

Installation und erster Einsatz

RayPack wird auf einer sauberen Windows 7 X64 Workstation installiert. Die ersten Tests liefen noch mit der Version 2.0. In der Zwischenzeit ist aber auch die Version 2.1 erhältlich. Einzige Voraussetzung ist das .NET Framework 4.0. Die Standard-Maschine verfügt über 8GB RAM. Alle Updates sind nachgefahren und die Software kann starten.

Die Aktivierung ist etwas speziell. Grundsätzlich stehen zwei Methoden zur Verfügung:
E-Mail oder Online Aktivierung. Die E-Mail Aktivierung wird dann verwendet, wenn kein Internetzugang möglich ist. Die Lizenz selber ist an das Gerät gebunden und nicht an den Nutzer. Das macht es möglich, die Software mit verschiedenen Accounts zu betreiben.

Inside RayPack

RayPack muss beim ersten Start aktiviert werden. Nach  der Eingabe der Informationen startet das Tool umgehend. Die Bedienung ist sehr einfach gehalten und weitgehend selbsterklärend.

Dashboard

Der erste und wichtigste Ort, um Pakete zu erstellen oder zu überarbeiten, ist das Dashboard. Hier werden Projekte initialisiert, bestehende Projekte geöffnet oder mit dem PackDesigner weiter bearbeitet.
RayPack verfolgt mit seinen Profilen eine sehr interessante Methode, um die verschiedenen Optionen vor zu halten und sie mit jedem Verpackungswerkzeug in Verbindung zu bringen.

PackRecorder

In unseren Fällen benutzten wir den PackRecorder. Er ist sehr intuitiv zu benutzen. Nach dem Auswählen des Setup-Paketes können noch die Installations-Argumente eingetragen werden und im nächsten Schritt wird das Setup ausgeführt.

Nachdem dieses erfolgreich durchgelaufen ist, kann die Applikation noch konfiguriert werden. Dies war in unseren Fällen bei praktisch allen nötig, da wir Zertifikate installieren mussten und die jeweiligen Programme den spezifischen Bedürfnissen anpassen mussten.

Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen worden, wird der PackRecorder beendet und RayPack wechselt zum PackDesigner.

PackDesigner

Im sehr mächtigen PackDesigner kann nun das MSI Paket erstellt werden oder mit unzähligen Werkzeugen die Installation optimiert werden. Mehrere Versuche, die direkt erstellten MSI Pakete anzuwenden, d.h. ohne Veränderung und Optimierung zum Einsatz zu bringen, waren mit einer Ausnahme erfolgreich.

Im Regelfall wird jedoch hier der Installationsworkflow angepasst, die Dialoge befüllt und bestimmt wie das Paket ausgeführt werden soll.

Build

Als Abschluss wird das endgültige MSI erstellt und zum Testen freigegeben. Tests wurden mit folgenden Installationen durchgeführt: Windows 7, 32 und 64 Bit, Windows 8.1 64 Bit, sowie Windows 10 64 Bit. Praktisch alle Installationen sind ohne Beanstandung in Betrieb gegangen. Nur zwei Programme sind auf 64Bit Geräten nur mit Schwierigkeiten zu installieren. Der Grund liegt an den „fest“ verdrahteten Pfandeinstellungen für das Programm-Verzeichnis. Aber auch für diese Unschönheit hat RayPack eine Lösung im Köcher. Ausgerollt wurden die MSI Pakete ausschliesslich auf Windows 7 Maschinen mit 32/64 Bit Architektur. Uns sind keine Unzulänglichkeiten bekannt.

Schlusswort

RayPack hat unsere Erwartungen erfüllt und verdient sicher eine breitere Aufmerksamkeit. Mit all den Funktionen, die Sie von einem Profi-Set von Paketierungswerkzeugen erwarten dürfen, bringt es auch ein paar angenehme Überraschungen mit, die sicherlich helfen werden, die Qualität und die Geschwindigkeit der Paketierungsprozesse zu verbessern.
Die Benutzeroberfläche ist sehr sauber und intuitiv, das Design zeitgemäß und vor allem: Es bringt keine Altlasten mit sich.

Speziell zu erwähnen ist der hervorragende Support. Anfragen werden umgehend beantwortet und in unserem Fall auch mit einer Call-Session abgewickelt. Das vorliegende Tool ist in der Lage Standardsetups schnell und ohne riesigen Aufwand in MSI Pakete zu konvertieren. Aufwändigere Vorhaben benötigen jedoch mehr Einarbeitungszeit oder mit anderen Worten: RayPack ist sehr mächtig und die Lernkurve dementsprechend hoch.

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